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5 Tipps für Praktiker:innen bei der Führung 4.0

Hier noch einige Tipps für Praktiker:innen, welche Anforderungen ihr bei der Führung 4.0 mitbringen solltet und auf was geachtet werden muss, um auch nachhaltigen Erfolg beim Wandel der Führungskultur zu erzielen.



1. Mut, Bereitschaft und Entschlossenheit zur Veränderung

Leadership 4.0 bedeutet, dass sich Teams und Organisationen für die kulturelle (und digitale) Transformation öffnen möchten und aus tiefster Überzeugung die Bereitschaft zur Veränderung an den Tag legen. Diese Entscheidung muss bewusst, aktiv und bedingungslos seitens der handelnden Personen, insbesondere der Unternehmensführung getragen werden. Das Change Management verlangt dabei die aktuell bestehenden Strukturen (großteils) zu verwerfen und die Strukturen, Prozesse und Kultur an die neuen, in Zukunft vorherrschenden Anforderungen auszurichten. Ohne diesen Mut und die Entschlossenheit wird es nicht möglich sein, das Konzept des Leadership 4.0 erfolgreich umzusetzen. Es ist auch nicht möglich, dieses Führungskonzept „teilweise“ oder „etwas“ einzuführen. Leadership 4.0 funktioniert entweder gesamtheitlich quer durch alle Teams und die Organisation oder gar nicht.

2. „Plural Leadership“ bedeutet, es müssen alle bereit sein anzupacken

Change Management und die erfolgreiche Umsetzung des Leadership 4.0 in der eigenen Organisation betrifft nicht nur das Top-Management, welches sich den Kopf über die neue Kultur und neue Prozesse zerbrechen sollte, um sie dann (erfolglos) in der Organisation auszurollen und die Mitarbeiter:innen zu zwingen diese anzuwenden. Ganz im Gegenteil: Führung 4.0 gelingt nur, wenn alle an Bord sind - Management und Mitarbeiter:innen. Dies bedeutet nicht, dass sich alle auf einen „Big Bang“ der neuen Kultur einstellen müssen. Vielmehr sollte der Veränderungsprozess durch offene Kommunikation, vertrauensbildenden Maßnahmen und die Möglichkeit der Mitbestimmung aller Beteiligten in kleinen Schritten vollzogen werden.

3. Dream Big, Act Small

Eine Organisation oder sogar ein Team kulturell (und digital) zu transformieren, ist eine Aufgabe, die sich über Jahre hinweg ziehen kann. Es ist daher von höchster Bedeutung, bei allen Stakeholdern einerseits das Bewusstsein für die Vision des Wandels zu wecken und andererseits transparent die kleinen Schritte der Veränderung zu kommunizieren und Teilerfolge feiern. Die Veränderung sollte nachhaltig sein und kann durchaus in kleinen Arbeitspaketen, welche zu einer schrittweisen, nachhaltigen Veränderung des gesamten Arbeitsumfeldes führen, erfolgen.

4. LLL: Lebenslanges und Lebensbegleitendes Lernen

Die voranschreitende Digitalisierung und die damit immer größeren Anforderungen an ein spezialisiertes, sich permanent entwickelndes, fachliches Know-How, als auch unsere sozialen Fähigkeiten erfordern auch ein geändertes Bildungs- und Lernverhalten. Dies sollte insbesondere durch formale Lernprozesse (z.B. auf Universität), non-formale Lernprozesse (z.B. in Seminaren), als auch informelles Lernen (zB durch qualifiziertes Feedback am Arbeitsplatz) in jeder Lebensphase und auch im fortgeschrittenen Alter erfolgen. Nur so kannst du sicherstellen, dass du UpToDate bleibst und kontinuierlich besser wirst. Die Bereitschaft zum lebenslangen und lebensbegleitenden Lernen, als auch die Bereitschaft Information und Wissen mit anderen zu teilen, sind unverzichtbar, um Führung 4.0 langfristig zum Vorteil des Teams und der Organisation umzusetzen und davon gegenseitig zu profitieren.

5. Menschen passen Organisationen an, nicht umgekehrt

Als Führungskraft 4.0 wird genauso wenig geboren, wie Organisationen von Haus aus über eine Kultur verfügen, um Digital Leadership ausüben zu können. Es liegt daher an allen Menschen einer Organisation und ihrem starken Willen Veränderung herbeizuführen und Organisationen schrittweise so anzupassen, dass sie wendiger und flexibler werden und eine offene, transparente Unternehmenskultur mit positivem und lernbereitem Umgang mit Fehlern schaffen. Selbst wenn deine Organisation aktuell noch in starren Mustern verharrt, ist es trotzdem möglich, frischen Wind in das Management mit Leadership 4.0 zu bringen.



 


TOMAS JISKRA tomas@jiskra.at



 

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